Grün
a story written by Master Patrick

Er konnte sich stundenlang damit beschäftigen seine Lieblingslieder auf Kassetten aufzunehmen. Dafür kaufte er sich massig die neuesten Hip Hop CD´s. Ich schreibe jetzt mal "kaufte", vielleicht hatte er sie sich auch geholt. Das weiss ich jetzt nicht. Dann hörte er sich stundenlang die CD´s an und überspielte sich dann seine Favoriten der jeweiligen CD´s auf Musikkassetten. Diese wiederum liefen dann den ganzen Tag und auch mal die ganze Nacht bei uns in der Wohnung. Ich gewöhnte mich an den Hip Hop Sound und lernte diese Musik lieben. Da ich meinen blonden Stricher beobachtete, wie er zu der Musik tanzte, sich bewegte und sang. Er konnte perfekt ne Beatbox machen. Das ist wenn man nur mit dem Mund die Instrumente wie Schlagzeug, Bass und andere imitiert. Das klang so geil! Dazu bewegte er sich im perfekten Hip Hop Style Rhythmus. Das war es wohin er sich von zu Hause als Kind flüchtete: in die Musik und den Rhythmus. Diesen imitierte er bis hin zur Perfektion. Stundenlang machte er die Beatbox und stundenlang konnte ich ihm dabei zuhören und ihn beobachten und stundenlang konnte er sich von mir beobachten lassen. Er konnte auch bellen und jaulen wie ein Hund. Wie ein Köter! Perfekt! Jauuuul! Woof! Woof! Grrrrrrrrr! Jauuul! Da hörte sich der blonde Stricher an wie ein reudiger Köter. Auch das liebte ich an ihm. Er brachte mich immer wieder zum Lachen. Er schaffte es immer wieder, dass ich lächelte. Der blonde Stricher mochte es nicht, wenn ich ernst guckte, oder nachdenklich guckte oder gar böse guckte. Er wollte, dass ich strahle. …und das tat ich auch! …und um so mehr ich strahlte umso mehr strahlte er! …und wir waren wieder eins. Glücklich und zufrieden, dass wir für den Moment gegenseitig uns hatten.
Der blonde Stricher as viel und kochte auch gerne mal. Er kochte gut und mit Liebe. Meist italienisch. Er hatte an Gewicht zugenommen und trainierte in der Wohnung Sport. Er machte Liegestütz auf dem Boden, mal mit beiden Armen, mal mit einem Arm, bis er nicht mehr konnte. Sein so und so schon schöner, blonder Körper wurde immer breiter und trainierter. Das ging schnell bei ihm mit dem Muskelaufbau. Er war jung und strotzte nur so vor Energie. Der blonde Stricher tat alles um sich von seinen Entzugserscheinungsschmerzen abzulenken. …und das was er tat, das tat ihm sichtlich gut! Er prahlte vor mir regelmässig mit seiner neugewonnenen Kraft, Energie und Muskeln. Er bäumte sich vor mir auf, posierte in sämtlichen Posen, in welchen man seine Muskeln am besten sehen konnte. Dabei hatte er nur so eine blaue Slipunterhose an, welche er zusätzlich noch eng zwischen seine Arschbacken klemmte, damit ich auch ja fast ganz seinen geilen, kleinen Knackarsch sehen konnte. Er beugte seine Arme nach oben und presste die neuen, wenig vorhandenen Bizeps hervor. Er holte tief Luft um seinen Brustkorb grösser erscheinen zu lassen. Ich musste überall fühlen und ihn loben. Ich wollte es auch, weil ich grossen Spass daran hatte, wie er trainierte und an Muskeln und Form gewann und vor allem mit welchem Spass er trainierte gefiel mir. Ich lag währenddessen meist im Bett und lass in irgendwelchen Zeitschriften oder fotografierte ihn auch mal bei seinen Trainingseinheiten. Er war immer gleich, ob ich nun die Kamera herausholte und ihn bei seinen Aktivitäten fotografierte oder nicht. Wir guckten so gut wie gar nicht fernsehen, dafür fanden wir keine Zeit. Wir waren so sehr mit uns selbst beschäftigt, dass wir keine fünf Minuten unsere Aufmerksamkeit, anstelle von uns einem Fernseher hätten widmen wollen! Ich hatte auch einen Computer in der Wohnung. Selbst dieser stand ungenützt und abgebaut in der Ecke. Als Technikfreak schraubte der blonde Stricher schon mal den Computer auf und kuckte, was da so alles drin ist, aber damit hatte sich die Sache Computer auch schon wieder erledigt. Viel lieber bastelte er an seiner grossen Box und dem Verstärkerzubehör herum. Er sammelte auch schon mal unser ganzes Geld und die Drogen und dekorierte seine Boxen damit. Es sah fast schon überheblich und dekadent aus, wie er die grossen Scheine um die grosse Box herum dekorierte, damit die Box wie eine überdimensionale Geldblume aussah. Er nahm dabei nur die grossen Scheine und in die Mitte der Box legte er die Drogen wie Marihuana und / oder Pilze rein. Dann machte er die Musik an und kuckte wie die Drogen in der Boxmitte druch die Vibration herumtanzten oder besser gesagt herumsprangen.
Wir hatten soviel Geld, da wir es ja auch nicht ausgegeben hatten. Weder er noch ich waren an ausgiebigen Einkaufsessions in der Stadt interessiert. Das einzige wofür wir Geld ausgaben waren Lebensmittel und wenn wir, oder besser gesagt er, in den Hanfdrogezubehörläden irgendwelche Sachen einkauften. Klamotten hatte ich auch genügend und diese gefielen dem blonden Stricher noch dazu, so dass er auch meine Klamotten angezogen hatte. Die Klamotten passten ihm auch viel besser als mir, fand ich. Das waren oft so kitschige, hightechKlamotten aus glänzenden Materialien mit vielen Reisverschlüssen und so. Mit Kaputzen und dazu noch weiss. Das passte dem blonden Stricher bestens! In Lokale oder Kneipen ausgegangen sind wir auch nicht. Ich arbeitete ja so und so 2 -3 mal pro Woche in Diskotheken und mehr machte ich nicht. …und er arbeitete als Stricher ja nach wie vor in den Stricherkneipen und hatte so auch genug Lokalatmosphäre in seinem Leben. Ich hatte es oftmals bei vorherigen Freunden und auch meiner ersten grossen Liebe versucht, das Stricherarbeiten zu verbieten. Immer ohne Erfolg! So war es alleine seine Entscheidung und diese war FÜR die Stricherarbeit. Es ist ja auch nicht so, dass diese Arbeit sooo schlecht ist. Für ihn hatte er dort alles. Er hatte dort seine Freunde, seine Themen um sich zu unterhalten, natürlich auch seinen Sex und wenn es ihm gefiel mit älteren Männern Sex zu haben warum auch nicht. Er bekam dazu auch noch Geld. …und Sex machte er ja so und so nur mit Männern, welche ihm zusagten. Er mochte reife Männer, an denen er sich, wenn auch nur für ne Stunde oder zwei, anlehnen konnte und sich von den Lebensweisheiten der älteren Männer hat berieseln lassen können. Geschäftlich war er dabei höchst professionell! Vor dem sexuellen Geschäft wurde genau abgeklärt, was passiert und wie lange und zu welchem Preis. Er hatte dabei seine Mindestpreise. Klar waren die immer anders. Aber wenn er mal sagte 50,-- € für eine Stunde, dann war es unmöglich mit ihm einen billigeren Preis zu verhandeln oder noch 5 Minuten länger rauszudrücken. Er war sehr professionell und konsequent! Im Grunde genommen war ich ja einer seiner ersten Kunden in seinem Leben, da auch ich für unsere erste Nacht bezahlt hatte. Klar brachte er das Geld wieder in unsere Partnerschaft mit ein, aber dennoch: Ich hatte bezahlt! So war der Deal.

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Ich beobachtete manchmal wie er mit seinen Freiern umging. Nett, sehr nett aber professionell hart, wie man es selten bei Strassenstrichern sieht. Ganz selten bin ich während unserer Partnerschaft zu seinem Arbeitsplatz gekommen. Nur in Ausnahmefällen, wenn ich in der Diskothek zum Arbeiten eingeteilt war, wir uns für früh morgens verabredet hatten und dann wider Erwarten doch so wenig bei der Diskothekenveranstaltung los war, dass ich bald wieder gehen konnte. Da ging ich dann nicht alleine nach Hause. Nein! Wenn maximal blieb ich noch ein bischen mit meinen Arbeitskollegen zusammen oder ging mit ihnen noch kurz was trinken, aber dann zog es mich wie bei einem Magneten zu meinem blonden Stricher. ….und dieser war nun mal, wenn er nicht gerade bei einem Freier zu Hause oder in einem Hotel war, in einer der vielen Stricherkneipen. Ich wusste allerdings, dass die Stricherkneipe wo wir uns auch kennenlernten gegen Ende der Nacht immer seine Abschluss- und eigentlich auch Lieblingskneipe war. Dort waren oft Minderjährige Stricher, das weiss auch die Polizei, deshalb ist die Kneipe auch immer kurz vor dem Geschlossenwerden. Aber das ist schon seit Jahren so. In die anderen Stricherkneipen dürfen die unter 18jährigen Stricher nicht rein. Hier schon. Zum Ende der Nacht trafen sich eigentlich immer alle, welche von der Nacht noch übriggeblieben waren in dieser Stricherkneipe mit der Palme und der Hängematte im Schaufenster. Dorthin ging dann auch ich um nach meinem blonden Stricher zu gucken. Wenn er gerade bei der Arbeit war, störte ich ihn nicht. Ich wartete geduldig bis er mit all seinen Geschäften fertig war. Diese Stricherkneipe war ja auch schon Jahre ne Abschlussstammkneipe von mir und ich kannte ja doch auch den einen und anderen. Aber in dieser Zeit wusste jeder, dass wir zwei zusammengehören. Da gab es nichts! Niemanden welcher dazwischen funkte oder uns auseinanderbringen wollte. Niemand! Die Menschen wussten einfach, dass wir so sehr zusammengehörten, dass nichts und niemand eine Chance hätte irgendwie einen Keil zwischen uns zu treiben. …und so wurden wir zu 100 % als zusammengehörendes, schwules Paar akzeptiert. Wir liebten uns und hatten Spass und respektierten uns! Das war das wichtigste! Früh morgens spazierten wir dann meist noch mit einem grossen Spaziergangumweg durch Parkanlagen und durch die alten, frühmorgendlich, ruhigen Strassen von Paris nach Hause. Bei diesen Gesprächen ging es wie so oft um Träume die noch zu erfüllen sind, die Unendlichkeit, das Nichts und ganz selten um andere Dritte Menschen. Wir waren mit unseren eigenen Themen so sehr erfüllt, dass wir selten, oder besser gesagt so gut wie gar nicht, auf die Idee kamen uns über einen anderen Menschen zu unterhalten. Das waren die schönsten und intensivsten Gespräche meines bisherigen Lebens. Wir unterhielten uns dabei so ohne Druck und Krampf. Völlig frei! …und dabei wuchsen wir noch mehr und mehr zusammen! Wir waren eins und dennoch zogen über uns dichte, tiefschwarze Wolken zusammen, die wir beide, ich noch weniger als er, weder sehen und erkennen, wollten noch konnten. Es war Sommer zu dieser Zeit, ein schöner warmer, heisser Sommer. Meist wolkenlos und warm wenn wir unsere Spaziergänge machten. Dennoch gab es diese Wolken. Seine Wolken hatten die Namen Heroin und Vergangenheit. Meine Wolken hatten die Namen Eifersucht und Misstrauen. Unsere gemeinsame Sonne hiess: LIEBE

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