| Grün | |||
| a story written by Master Patrick | |||
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Er konnte sich stundenlang damit beschäftigen seine
Lieblingslieder auf Kassetten aufzunehmen. Dafür kaufte er sich massig
die neuesten Hip Hop CD´s. Ich schreibe jetzt mal "kaufte",
vielleicht hatte er sie sich auch geholt. Das weiss ich jetzt nicht. Dann
hörte er sich stundenlang die CD´s an und überspielte
sich dann seine Favoriten der jeweiligen CD´s auf Musikkassetten.
Diese wiederum liefen dann den ganzen Tag und auch mal die ganze Nacht
bei uns in der Wohnung. Ich gewöhnte mich an den Hip Hop Sound und
lernte diese Musik lieben. Da ich meinen blonden Stricher beobachtete,
wie er zu der Musik tanzte, sich bewegte und sang. Er konnte perfekt ne
Beatbox machen. Das ist wenn man nur mit dem Mund die Instrumente wie
Schlagzeug, Bass und andere imitiert. Das klang so geil! Dazu bewegte
er sich im perfekten Hip Hop Style Rhythmus. Das war es wohin er sich
von zu Hause als Kind flüchtete: in die Musik und den Rhythmus. Diesen
imitierte er bis hin zur Perfektion. Stundenlang machte er die Beatbox
und stundenlang konnte ich ihm dabei zuhören und ihn beobachten und
stundenlang konnte er sich von mir beobachten lassen. Er konnte auch bellen
und jaulen wie ein Hund. Wie ein Köter! Perfekt! Jauuuul! Woof! Woof!
Grrrrrrrrr! Jauuul! Da hörte sich der blonde Stricher an wie ein
reudiger Köter. Auch das liebte ich an ihm. Er brachte mich immer
wieder zum Lachen. Er schaffte es immer wieder, dass ich lächelte.
Der blonde Stricher mochte es nicht, wenn ich ernst guckte, oder nachdenklich
guckte oder gar böse guckte. Er wollte, dass ich strahle.
und
das tat ich auch!
und um so mehr ich strahlte umso mehr strahlte
er!
und wir waren wieder eins. Glücklich und zufrieden, dass
wir für den Moment gegenseitig uns hatten. story copyright 1999 - 2008 by www.myspace.com/masterpatrick Ich beobachtete manchmal wie er mit seinen Freiern umging.
Nett, sehr nett aber professionell hart, wie man es selten bei Strassenstrichern
sieht. Ganz selten bin ich während unserer Partnerschaft zu seinem
Arbeitsplatz gekommen. Nur in Ausnahmefällen, wenn ich in der Diskothek
zum Arbeiten eingeteilt war, wir uns für früh morgens verabredet
hatten und dann wider Erwarten doch so wenig bei der Diskothekenveranstaltung
los war, dass ich bald wieder gehen konnte. Da ging ich dann nicht alleine
nach Hause. Nein! Wenn maximal blieb ich noch ein bischen mit meinen Arbeitskollegen
zusammen oder ging mit ihnen noch kurz was trinken, aber dann zog es mich
wie bei einem Magneten zu meinem blonden Stricher.
.und dieser war
nun mal, wenn er nicht gerade bei einem Freier zu Hause oder in einem
Hotel war, in einer der vielen Stricherkneipen. Ich wusste allerdings,
dass die Stricherkneipe wo wir uns auch kennenlernten gegen Ende der Nacht
immer seine Abschluss- und eigentlich auch Lieblingskneipe war. Dort waren
oft Minderjährige Stricher, das weiss auch die Polizei, deshalb ist
die Kneipe auch immer kurz vor dem Geschlossenwerden. Aber das ist schon
seit Jahren so. In die anderen Stricherkneipen dürfen die unter 18jährigen
Stricher nicht rein. Hier schon. Zum Ende der Nacht trafen sich eigentlich
immer alle, welche von der Nacht noch übriggeblieben waren in dieser
Stricherkneipe mit der Palme und der Hängematte im Schaufenster.
Dorthin ging dann auch ich um nach meinem blonden Stricher zu gucken.
Wenn er gerade bei der Arbeit war, störte ich ihn nicht. Ich wartete
geduldig bis er mit all seinen Geschäften fertig war. Diese Stricherkneipe
war ja auch schon Jahre ne Abschlussstammkneipe von mir und ich kannte
ja doch auch den einen und anderen. Aber in dieser Zeit wusste jeder,
dass wir zwei zusammengehören. Da gab es nichts! Niemanden welcher
dazwischen funkte oder uns auseinanderbringen wollte. Niemand! Die Menschen
wussten einfach, dass wir so sehr zusammengehörten, dass nichts und
niemand eine Chance hätte irgendwie einen Keil zwischen uns zu treiben.
und so wurden wir zu 100 % als zusammengehörendes, schwules
Paar akzeptiert. Wir liebten uns und hatten Spass und respektierten uns!
Das war das wichtigste! Früh morgens spazierten wir dann meist noch
mit einem grossen Spaziergangumweg durch Parkanlagen und durch die alten,
frühmorgendlich, ruhigen Strassen von Paris nach Hause. Bei diesen
Gesprächen ging es wie so oft um Träume die noch zu erfüllen
sind, die Unendlichkeit, das Nichts und ganz selten um andere Dritte Menschen.
Wir waren mit unseren eigenen Themen so sehr erfüllt, dass wir selten,
oder besser gesagt so gut wie gar nicht, auf die Idee kamen uns über
einen anderen Menschen zu unterhalten. Das waren die schönsten und
intensivsten Gespräche meines bisherigen Lebens. Wir unterhielten
uns dabei so ohne Druck und Krampf. Völlig frei!
und dabei
wuchsen wir noch mehr und mehr zusammen! Wir waren eins und dennoch zogen
über uns dichte, tiefschwarze Wolken zusammen, die wir beide, ich
noch weniger als er, weder sehen und erkennen, wollten noch konnten. Es
war Sommer zu dieser Zeit, ein schöner warmer, heisser Sommer. Meist
wolkenlos und warm wenn wir unsere Spaziergänge machten. Dennoch
gab es diese Wolken. Seine Wolken hatten die Namen Heroin und Vergangenheit.
Meine Wolken hatten die Namen Eifersucht und Misstrauen. Unsere gemeinsame
Sonne hiess: LIEBE bitte H I E R für teil 7klicken |
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