Grün
a story written by Master Patrick

Das Buchende in Punkten:

O Ich blieb noch etwa knapp über ein halbes Jahr in Paris und schaffte es nicht mit meinem Erlebten in Paris fertig zu werden und ´floh´ von einem Tag auf den anderen nach Köln.

O Etwa ein halbes Jahr lang nach unserer Trennung irrte ich 3 - 4 mal pro Woche durch die Strassen von Paris in der Hoffnung zufällig auf meinen blonden Ex-Stricherfreund zu treffen.

O Ich schickte die schwarze Tonne mit dem roten Wasserhahn und Tropfen und dem Eisbecher mit der Coca-Cola-Schrift per Post an eine alte Adresse von meinem blonden Ex-Stricher, wo ich nicht wusste ob diese stimmte. Ich hatte keine aktuelle Adresse. So schickte ich das grösste Packet welches ich je in meinem Leben verschickt hatte und schrieb als Empfänger nur "Jackson" auf das Packet und keinen Absender. Es wird vermutlich in irgendeinem Postlager sein.

O Ich interessiere mich bis heute für Menschen und Geschichten, die erzählen WIE es ein Mensch geschafft hat vom Heroin weg zu kommen.

O Zweimal wurde ich schwach und fuhr von Köln nach Paris um meinen blonden Ex-Stricher zu suchen um ihm das Angebot zu machen, mit mir nach Köln zu ziehen. Einmal traf ich ihn, er hatte längere Haare. Ich traf ihn in der kleinen Stricherdiskothek. Den Stricherbekannten welcher uns anfangs vorgestellt hatte traf ich zuerst dort. Er sagte mir, dass mein blonder Ex-Stricher momentan im Sex-Whirlpoolbadewannen-Zimmer ist und ein Geschäft macht. Ich wartete und war nervös. Als er rauskam, erstarrte er im ersten Moment genau so wie ich. Wir unterhielten uns kurz und ich merkte, dass es keinen Sinn gehabt hätte ihn mit nach Köln zu holen, ich würde noch immer nicht mit ihm zu Gange kommen. Weiters riet mir ohnehin ein Bekannte in Köln, einen Heroinsüchtigen besser im eignen Land zu lassen, da dieser nur dort auf staatliche Unterstützung Anspruch hat. Ich fragte ihn nicht.

O Ich erkundige mich bis zum heutigen Tage über ihn bei meinem über 30 Jahre älteren, besten Freund, welcher ihn ab und an trifft. Er hat mir auf mein Bitten hin bereits mindestens dreimal in den vergangenen Jahren die aktuelle Telefonnummer (Da er die Nummern oft wechselt, auf Grund neuer Handys und so) meines blonden Ex-Strichers besorgt. Ich hatte dennoch noch nie mit ihm per Telefon gesprochen. Entweder es war nur das Tonband mit seiner Stimme, nach welcher ich mich in diesen kurzen Momenten wieder verzehrte oder ich wartete so lange mit meinem Anruf, bis die Nummer nicht mehr existierte.

O Mein blonder Ex-Stricherfreund hatte sich jahrelang die Haare bis sehr lang wachsen lassen, so dass er die Spitzen seiner Haare, welche noch aus unserem Zusammenleben stammten, noch jahrelang mit sich trug. Vor kurzem hatte er sich die Haare abrasieren lassen.

O Ich selbst habe vor zwei Jahren aufgehört Alkohol zu trinken (womit ich im Alter von 10 Jahren begonnen hatte.), aufgehört Zigaretten zu rauchen (womit ich im Alter von 13 Jahren begonnen hatte.), aufgehört Marihuana und Haschisch zu rauchen (womit ich im Alter von 15 Jahren begonnen hatte.) und mit dem chemischen Zeug wie Exctasy, Liquid, LSD, Kokain,… (womit ich im Alter von 17 Jahren begonnen hatte.)

O Mittlerweile habe ich erste Schritte in der Planung begonnen eine soziale Einrichtung ins Leben zu rufen, welche sich um schwule und bisexuelle Strassenjungendliche kümmert. Mit dem Namen:

GENERATION
A 3000
Y

Ich selbst plane 10 % meines Einkommens dafür auszugeben. Plan ist es weiters : Anfangs geht es einfach darum, den Jugendlichen U-Bahntickets und Waschsalonmünzen zu besorgen. In ferner Zukunft ist es ein Traum von mir, eine Wohnung, noch besser Haus im Stadtzentrum zu schaffen, wo schwule und bisexuelle Strassenjugendliche sich unverbindlich waschen können, Wäsche waschen können, übernachten können, Lernkurse besuchen können, über Ausbildungsmöglichkeiten informiert werden, betreut werden und vieles mehr. Wichtig dabei ist, dass es offen wirkt und dennoch Jugendliche die Möglichkeit haben sich in einem Zimmer auch mal einzuschliessen und ungestört für sich alleine zu sein, diese Möglichkeit hat ein Strassenjungendlicher im Normalfall nicht. Das ist jetzt nur eine Kurzinfo. Ob aus diesem Plan je weiters etwas wird, weiss ich nicht.
Es gibt einfach immer mindestens einen Grund weshalb ein Jugendlicher halb oder ganz auf der Strasse lebt.

O Es gibt nach wie vor immer wieder Zeiten in welchen ich ausserordentlich viel über meinen blonden Ex-Stricherpartner nachdenke und mir auch immer wieder die Frage stelle: "Ist es ein bischen auch meine Schuld, dass er wieder in seine Heroinsucht zurückgefallen ist!?"

O Mittlerweile habe ich ein Buch geschrieben, welches die Geschichte über meinen geliebten, blonden Stricherfreund, mich, die Strasse und den Strich, Heroin und Drogen erzählt.
Es trägt den Namen der Hoffnung: GRÜN

O Jetzt noch mal 4 Jahre später habe ich es zum ersten mal geschafft das Buch korrektur zu lesen und werde es jetzt online stellen und zum kostenlosen Lesen veröffentlichen. Jetzt ist beinahe 9 Jahre her, dass wir uns getrennt haben. Ich denke noch immer manchmal, damit meine ich eher selten, aber dann sehr intensiv, an unsere gemeinsame, längst vergangene Zeit.


Aus rechtlichen Gründen jetzt noch der Zusatz:

Diese Geschichte ist reine Phantasie. Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind zufällig und sind nicht beabsichtigt. Weiters sind Geschehen an Plätzen, Ereignisse in Städten und an sonstigen Orten rein erfunden.

 

story copyright 1999 - 2008

by www.myspace.com/masterpatrick

 

zurueck
CSD-Pix

bitte H I E R für teil I klicken

bitte H I E R für teil II klicken

bitte H I E R für teil III klicken

bitte H I E R für teil 4 klicken

bitte H I E R für teil 5 klicken

bitte H I E R für teil 6 klicken

bitte H I E R für teil 7 klicken

bitte H I E R für teil 8 klicken

bitte H I E R für teil 9 klicken

bitte H I E R für teil 10 klicken

bitte H I E R für teil 11 klicken

bitte H I E R für teil 12 klicken

bitte H I E R für teil 13 klicken

bitte H I E R für teil 14 klicken

bitte H I E R für teil 15 klicken

bitte H I E R für teil 16 klicken

bitte H I E R für teil 17 klicken

bitte H I E R für teil 18 klicken

bitte H I E R für teil 19 klicken