Grün
a story written by Master Patrick

Zu Drogen zu kommen war mit einem Partner wie dem blonden Stricher, nicht schwer. Ich hatte auch einige Bekannte, aber da war es eher so, dass mal Drogen zur Hand waren und dann wieder mal nicht. …und generell kaufte ich nur Drogen, wenn es sich ergab. Das bedeutet, dass ich normalerweise nicht auf Drogensuche ging, sondern, wenn ich zum Beispiel auf einer Party war auf welcher es im Überfluss Marihuana gab, dann kaufte ich dort etwas für zum Beispiel 50,-- € und kam damit dann aber auch ne ganze Zeit lang damit aus. Mit dem blonden Stricher war das anders. Bei ihm war das nicht so. Übertrieben ausgedrückt war sein ganzer Alltag eine Party auf welcher es 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr Drogen im Überfluss gab. Allerdings musste man da schon immer dafür bezahlen und dabei auch mal richtig verhandeln können. Ich hatte oft was geschenkt bekommen oder mehr als es wert war bezahlt. Aber bei meinem blonden Stricherfreund gehörte es zum Leben und zum täglichen Überleben, das Kaufen und Verkaufen von Drogen. Nicht mehr so sehr, als er als Stricher sein Geld verdiente, allerdings hatte er nach wie vor seine Kontakte und war als guter Drogenabnehmer natürlich auch meist ein gern gesehener Typ. So begleitete ich ihn auch schon mal zum Haschischeinkauf. Zu den Kais der Pariser Seine zum Beispiel. Einer der grossen Drogenumschlagplätze für offenen Strassenhandel in Paris. Dabei ging es mir bei Gott nicht darum, an ihm wie eine Klette zu kleben und allen zu zeigen: ´seht her, ich bin sein neuer Freund´. Ne. Das war anders. Ich begleitete ihn, weil er mein Freund und Partner war. Aber bei so ziemlich allen Aktion welche nicht gesetzeskonform sind, hatte ich immer ein mulmiges Gefühl im Bauch. Ich liebe meine Freiheit und will nie das Gesetz herausfordern, welches in der Lage ist mir diese, meine Freiheit zu nehmen. Dennoch waren so Strassendrogeneinkäufe für mich ja nichts Fremdes. So begleitete ich meinen blonden Stricher.

Das Drogenvorratslager in unserem Leben gehörte zu 100 % in den Aufgabenbereichs meines blonden Strichers. Ich hatte ja auch so wie zum Beispiel bei den elektronischen Geräten, eigentlich keine Ahnung davon oder relativ wenig. Ich rauchte und schluckte was mir angeboten wurde und richtete mich eigentlich nach den Bekannten von mir. Ein bischen Ahnung entwickelte ich im Laufe der Zeit schon, aber im Vergleich zu meinem blonden Stricherpartner hatte ich null Ahnung davon. So fuhren wir in Richtung Seine Kais. Er hatte ganz die Führung in der Hand und ich folgte ihm. Er bewegte sich wie automatisch. Logisch! Wo er bestimmt schon hunderte male die Strecke zu den Seine Kais gefahren war um das Drogengeschäft aufzusuchen. In der Strassenbahn standen oder sassen wir noch ganz nah zusammen, so wie immer. Als wir allerdings bei den Seine Kais ankamen, bewegte ich mich im Abstand zu ihm aber eher so, als würden wir uns gar nicht kennen. Sobald wir dort waren, hatte er so und so seine eigenen Wege, wo ich ihm dazu nichts oder wenig sagen konnte. Er kannte den einen und anderen. Ok! Er kannte viele, sehr viele. Die meisten! Ihm aufgefallen waren meist nur die Neuen auf dem Platz. Da war es wichtig für ihn zu wissen wie, wer was macht und warum und weshalb und woher. Insidergespräche. Allerdings wenn er mit mir dort war, verzichtete er auf diese Art Konversation und nahm wie immer auf meine Gefühle Rücksicht. Er wusste ja wie unwohl mir immer bei solchen öffentlichen Drogenkaufaktionen war und ich am liebsten immer hätte, dass er einfach schnell das Geschäft erledigt und wir wieder wegfahren können und am besten nicht allzu lange mit dem Zeug auf der Strasse rum laufen. Aber so schnell ging das nun auch wieder nicht. Der blonde Stricher musste ein bischen Small-Talk mit den Händlern, der er ja auch mal war, aber jetzt nicht mehr war, führen, um so auch die Qualität der Ware und den angemessenen Preis herauszubekommen. Die meisten welche dort Drogen einkaufen werden über´s Ohr gehauen. Die meisten Dealer wollen so wenig wie möglich und so gestreckt wie möglich und wenn es an Stelle von echten Drogen, normales getrocknetes Wiesengras war, was auch vorkam, zum höchstmöglichen Preis verkaufen. Damit war gemeint der Drogenverkäufer wollte in der Regel das ganze Geld, das der Drogen-Interessent in den Taschen hatte und wenn es noch ein Handy oder was anderes dazu war, klar wurde das auch dazu genommen! Das war ein knallhartes unfaires Geschäft dort. Jedoch konnte meinen blonden Stricherfreund niemand über´s Ohr hauen, dass wussten alle. Ich beobachtete das meist aus der Ferne und dann oft auch nur aus dem Augenwinkel heraus. Er sah richtig gut aus! Mein blonder Stricherpartner war diesmal ganz in weiss angezogen war. Er hatte ne weisse Hose an und das glänzende, weisse Kaputzenoberteil mit dem Reissverschluss vorne an, welches ich aus Hong Kong mitgebracht hatte, als meine beste ältere Freundin einen Flug dorthin gewonnen hatte und mich mit nahm. So ging er über die Seine Kais. Es schien die Sonne und diese brachte ihn in seiner weissen Kleidung noch mehr zum Leuchten. Er sah nicht wie ein Heroinjunkie aus! Nie und nimmer! Auf einmal kam ein Bekannter von mir kurz vorbei als ich mich mit meinem blonden Stricherpartner unterhielt und winkte mir von der Ferne zu. Er war ein bekannter Theater-Schauspieler in Paris. Er war zu weit weg um ihn meinem blonden Stircher vorzustellen. Die für meinen Partner wichtigsten Bekannten stellte er mir schon vor. Es waren wenige. Die wichtigsten halt! Mit diesen kam er zu mir und leitete einen Small-Talk ein, da er ja wusste dass ich für härtere Themen, welche sie hier normalerweise führten, nicht ganz so geeignet war. …und so erschienen mir diese Typen, welche er mir als seine ´Gute-Bekannten´ vorstellte auch alle sympathisch und dabei wusste ich im selben Moment, wo sie mir sympathisch erschienen, dass jeder einzelne von Gesetzeslage aus, ein Schwerverbrecher war. Da ich ja weder zur Polizei noch zu sonst einer staatlichen oder privaten Rechtsfirma gehörte, war mir das jedoch egal. Nach meinem gesellschaftlichen Lebensgefühl wäre es für mich auch der unpassendste Beruf, welchen ich mir für mich nur vorstellen kann. Über andere Menschen Recht und Unrecht zu entscheiden und mir dann noch dessen bewusst zu sein, willkürlich dem einen Menschen mehr und dem anderen Menschen etwas weniger von seiner Freiheit zu nehmen. Ich hätte keine ruhige Nacht mehr bei dem Gedanken auch nur bei einem fremden Menschen welcher durch mich hinter Gitter gebracht wurde, beteiligt, ja sogar verantwortlich dafür zu sein! Die Freiheit ist das höchste Gut. Dass die Menschheit und die Gesellschaft zu dem geworden ist wie sie ist, da ist sie selbst für verantwortlich und jetzt ist es meiner Meinung nach der absolut falsche Ansatz, die chaotische Gesellschaft damit geradebiegen zu wollen, indem man die Menschen die absolute Opfer in dieser Gesellschaft sind noch mehr zu bestrafen! Die Wurzeln des Übels sind wo anders zu suchen!

Diesmal hatte es ein paar Stunden gedauert, bis der Drogeneinkauf an den Seine Kais erledigt war. Dadurch dass sich mein blonder Stricherfreund auch immer wieder um mich gekümmert hatte, war das auch in Ordnung. Es hätte nicht einige Stunden gedauert, wenn es mir nicht gepasst hätte. Ich war glücklich mit meinem blonden Stricherfreund zusammen zu sein und da war es mir an Tagen, wo ich sonst nichts zu arbeiten hatte, generell egal, wo und wie wir den Tag verbrachten. Schön war es so und so. Da es bereits dunkel war entschlossen wir kurzfristig in das nahegelegene Fex zu gehen um dort noch etwas zu trinken. Das war so ein Underground, linkes Lokal mit vielen Punks, Kiffern, linken Studenten und so. Alles ist dort voll mit Graffitis, die Wände sind generell schwarz. Es liegt eine Haschischwolke über allen Leuten. Auch über den vielen Menschen, welche im Freien auf Bänken sitzen. Das Fex ist meist sehr gut besucht. Sie spielen dort gute Musik mit viel Bass, und so und so sind die meisten Gäste zugekifft. Ein zugekiffter Gast bleibt einfach länger in einem Lokal oder davor, als ein Nüchterner. Das Bier und die anderen Getränke sind billig: Ein zusätzliches Argument für die meisten knapp bei Kasse lebenden Studenten. Dass war, abgesehen von den Stricherkneipen, so das einzige mit Menschen gefüllte Lokal in oder besser geschrieben, vor welchem Lokal sich der blonde Stricher ganz selten aufhielt. Zuvor baute er noch einen Probejoint von dem frischgekauften Material. Dieser Probejoint hatte bei ihm die Grösse wie bei anderen, welche diesen als ´ganz grosse fette´ Joints bezeichnen würden. Nun gut! Er rauchte diesen und in meinen Augen war es noch immer besser die dicksten und fettesten Marihuanajoints zu kiffen, als sich die Heroinjoints reinzuziehen. Jahre später war ich zwischendurch sogar ein zeitlang radikaler Gegner von Joints jeder Art, auch den bagatellisierten Marihuana- und Grasjoints.

Der blonde Stricher zog an der frischen Ware und war zufrieden. So einigermassen. 100 % war er bei Drogen von anderen nie zufrieden. Es hätte immer irgendwie besser sein können. Klar! Immerhin waren ja seine Drogen welche er damals verkaufte die Besten und deshalb konnte es ja nur schlechtere Drogen geben. Aber er war zufrieden. Ich hatte es auch nie erlebt, dass er mal nicht zufrieden war. Ich denke es hätte sich auch keiner getraut ihm absichtlich miese Ware anzudrehen. Da bestimmt die meisten auf den Drogenumschlagplätzen nach wie vor der Meinung waren, dass er nach wie vor in den höchsten Drogenkreisen mitverkehrt. Was zum Glück nicht mehr der Fall war! Die Schwarzen kontrollierten hauptsächlich den französischen Heroinhandel. Das wussten alle und der jahrelange Begleiter meines blonden Stricherfreundes war ein Schwarzer. Er hatte mir nie viel mehr davon erzählt. Ich fragte nicht und er wollte, denke ich mal, nicht daran denken und wollte mich ja vielleicht auch schützen, da mir zu viel Information sicher geschadet hätte. Spätestens jetzt wo ich dieses Buch schreibe. Er liebte mich und wollte immer nur das Beste für mich, soviel war sicher und stand fest! Nachdem er sich den Probejoint angezündet hatte, rauchte er in Ruhe die ersten paar Züge daran und ich rauchte logischerweise ein bischen mit. So schlenderten wir mit dem halbverrauchten Joint durch die Fex-Menge. Wir fielen dadurch nicht auf. Die meisten kifften dort und unsere Homosexualität zeigten wir in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht. Bis ich zufällig meinen besten hetero Schulfreund mit einer Freundin und noch ein paar Bekannten dort sitzen sah.

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Das war noch ein besserer Freund, als dieser über 30 Jahre ältere Freund von mir. Dieser, welchen wir hier trafen, das war mein bester Freund! Mein allerbester Freund! Mein Schulfreund! Wir waren fünf Jahre im selben Vollinternat und tourten mit seiner alten Autokarre durch halb Europa. Wäre er jemals schwul gewesen, wäre er mein optimaler Lebenspartner! Aber das war er nun mal nicht. Er war stockhetero! Er war gerne und öfter im Fex, das wusste ich ja, jedoch freute ich mich um so mehr, ihn hier durch Zufall zu treffen und ihm meinen blonden Stricherpartner vorzustellen! Mein bester Schulfreund freute sich auch riesig mich zu treffen, da er ja wenn er mich 10mal dazu eingeladen hatte mit ins Fex zu kommen, ich es maximal einmal schaffte. Ich stellte die beiden gegenseitig vor und zufällig haben die beiden den selben Namen. Mein blonder Stricherfreund war an diesem Abend relativ ruhig, nachdem er sich zugekifft hatte und so hatte ich die Möglichkeit mich ausdauernd mit meinem Schulfreund zu unterhalten. So war unsere Gerechtigkeit. Zuerst unterhielt sich mein blonder Stricher stundenlang mit Bekannten und ich wartete geduldig. Nein, ich wartete nicht, ich war dabei! …und jetzt unterhielt ich mich und mein blonder Stricherfreund war dabei. Wenn ich so darüber nachdenke, war dies einer der schönsten Momente für mich in unserer Beziehung. In einer schönen, warmen Sommernacht im Freien auf ner Holzbank zu sitzen. Rechts von mir an meiner Seite mein blonder Stricherfreund, mir gegenüber mein bester Schulfreund, welcher ja auch sehr gut aussieht und noch einige andere am Tisch, welche ich kannte und mochte. So war das ein wunderbar schöner Sommerabend. Auf einmal kam ein Mädchen auf meinen blonden Stricher zu und die Beiden begrüssten sich überschwänglich! Es war einfach eine Freundin von ihm. Sie hatten soviel ich weiss, auch mal Sex, jedenfalls war sie voll zu mit Drogen! Voll bis über beide Ohren! Mein blonder Stricher kannte ja nur stark drogenkonsumierende Menschen. Sie war nett! Ja! Aber sie war so laut und schrie fast vor Freude, meinen blonden Stricherfreund zufällig zu treffen! Mein blonder Stricher passte sich ihrer Lautstärke an und im nu waren die Beiden der Mittelpunkt des nächtlichen Lokalgeschehens! So lernte mein bester Schulfreund, meinen blonden Stricher auch gleich richtig kennen! :) Die Beiden, der blonde Stricher und das Mädchen hatten so einen Spass und sich so viel zu erzählen, es war unglaublich, was da für eine lautstarke Energie ausgetauscht wurde! Mein Schulfreund unterhielt sich mit mir in der selben Lautstärke wie zuvor weiter und die Beiden schrien sich vor Begeisterung non-stop an! Sie war im Voll-Drogenrausch und mein blonder Strich war ja auch zugekifft! Die beiden bekamen nichts mehr mit, was rundherum gesprochen wurde. Sie bekamen auch nicht mit, dass die Beiden mittlerweile der Mittelpunkt des nächtlichen, freinatürlichen Lokalgeschehens waren. Sie wirkten ja auch gut! Mein blonder Stricher ganz in weiss und das junge Mädchen, seine Bekannte, sah ja auch gut aus und sie vermittelten mit ihrer Lautstärke ja ausschliesslich Lebensfreude, positive Energie, Glück und Freude und Spass. Da hielt sie auch niemand davon ab oder ermahnte die Beiden, mal etwas ruhiger zu sein. Ich auch nicht! Von mir aus konnte mein blonder Stricher dort schreien so viel er wollte, da wusste ich wenigstens, dass er zu Hause dann richtig müde sein und gut schlafen würde!

Mein bester Schulfreund sagte unter anderem zu mir: "Ich habe ja jetzt schon ein paar Freunde von dir kennengelernt, aber so einen wie diesen hattest du ja noch nie! Der ist ja unglaublich! Voll zu mit Drogen, aber unglaublich!" Er sagte das mit einem Lachen und vielleicht auch mit einem bischen sorgvollen Unterton, da er ahnte, dass dies nicht lange gut gehen könnte und ich dadurch zu leiden hätte. Ich war auch sein bester Schulfreund, da machte er sich natürlich in erster Linie Gedanken und Sorgen um mich. Klar hätte der blonde Stricher, sollte diese stärkstens liebesgefühlorieniterte Partnerschaft aus welchen Gründen auch immer nicht Bestand halten, genau so zu leiden. Ob nun weniger oder mehr als ich, das kann ich nicht sagen. Jedenfalls war das eine einzigartige Nacht! Unser Tisch war dank meines blondes Stricherfreundes und seiner Bekannten der Mittelpunkt des Geschehens. Ob das den anderen Tischbekannten auch so recht war, dass weiss ich nicht. Der Fexgarten war so richtig voll in dieser Sommernacht, da es auch Wochenende war, so viel ich mich erinnern kann, und es richtig angenehm T-Shirtwarm war. Es waren so schätzungsweise um die 300 Menschen dort. Das Fex liegt direkt neben der Seine und so hat man dort Natur und Wasserrauschen und zig zugekiffte Menschen und das alles mitten in Paris. Spät abends verabschiedete sich mein bester Schulfreund und die anderen bei mir und meinem blonden Stricherpartner. Wir blieben noch ein bischen und fuhren dann auch bald nach Hause. So war es eigentlich die Regel, dass wir am Nachmittag zum Drogenkauf von zu Hause losgingen und spät Nachts nach Hause kamen. Er schlief gut in dieser Nacht! Die Heroinentzugskörperschmerzen registrierte ich bei ihm so und so immer seltener. Die waren nur in der Anfangsphase körperlich richtig schlimm. Diesmal schlief er tief und fest und ich neben ihm.

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